Eine Oase in der Berliner Schulwüste

Der Wetterbericht hatte uns Wolkenbrüche angedroht, doch der Himmel hatte ein Einsehen und so konnte unser Sommerfest zum 50-jährigen Schuljubiläum wie geplant im Freien beginnen. Neben vielen Ehrengästen, ehemaligen Schülern und Lehrern konnten wir auch Sr. Erentrud Skowronek begrüßen, die als Schulleiterin von 1970-1989 unsere Schule nachhaltig geprägt hatte.

Nach der Eröffnung durch den neuen Schulleiter Konrad Böhm begrüßte auch die Schulelternratsvorsitzende Dr. Katharina Gamillscheg die Gäste. Sie betonte, dass es für "reformgebeutelte" Eltern schwierig sei, in der "Berliner Schulwüste", in der zum Teil in verantwortungsloser Weise an Kindern herumexperimentiert wurde, die richtige Schule für das eigene Kind zu finden. Doch zum Glück gebe es ja doch noch einige Oasen. Eine dieser Oasen in der Berliner Schulwüste sei die St.-Alfons-Schule und das seit bereits 50 Jahren!

Die Eltern seien alle dankbar, dass ihren Kindern das Intermezzo "jahrgangsübergreifendes Lernen" erspart wurde und sie im geschützten Klassenverband lernen können. Ebenso wichtig sei , dass das Selbstverständnis dieser Schule "die große christliche Familie" sei. Die Kinder seien hier nicht nur "Schüler", sondern sie blieben Kinder in einer Familie, in der das soziale Miteinander, die Rücksichtnahme, das Helfen die gleichen Stellenwerte haben wie Addition, Subtraktion oder Rechtschreibung. In unserer leistungsbetonten Gesellschaft sei diese christliche Wertevermittlung von größter Bedeutung. Nichts Geringeres als die Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft hänge davon ab.
Als Mutter wundere sie sich zwar manchmal, was ihre Kinder schon in jungen Klassen alles zu lernen hätten, doch die naturgegebene kindliche Neugierde, die zum Lernen motiviere, werde hier nicht im Keim erstickt, sondern täglich über den Stoffplan hinaus befeuert. Es würden ständig neue Räume aufgestoßen, die Lust auf noch mehr Wissen machten.

Das sei letztlich nur möglich, weil es "engagierten Lehrerinnen und Lehrern sowie Erzieherinnen und Erziehern eben nicht nur um Stoffplan und Leistung geht, sondern um viel, viel, viel mehr, um das Wohl und die Erziehung unserer Kinder in ihren ganzen Persönlichkeiten". Das, was hier an der St.-Alfons geboten werde, lasse sich nicht mit Gold aufwiegen und "dafür möchte ich an dieser Stelle dem gesamten Kollegium als Stellvertreterin der rund 800 aktuellen Eltern.. unseren aufrichtigen Dank aussprechen".

Nach den Ansprachen begeisterten die 1./2. Klassen und die Kl. 4 b mit einer musikalischen Revue durch die letzten 50 Jahre. Kiezreporter Thomas Moser, der vor 50 Jahren selbst in der 1. Klasse der St.-Alfons-Schule eingeschult wurde, berichtete in der BERLINER MORGENPOST vom 8. Juli 2013 über unser Schuljubiläum. Auch in seinen "Lichtenrader Nachbarn-News" erschien ein Bericht.

Gerhard Lenz

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