10 Jahre Schülerbegegnung

Am 24. März 2012 feierten wir mit unseren Freunden aus Polen 10 Jahre deutsch-polnische Schülerbegegnung. Sogar die Bürgermeisterin aus Ociaz war zu diesem Fest extra nach Berlin gekommen. Die polnischen Schüler/innen erfreuten uns mit einem Theaterstück in deutscher Sprache, unsere Kinder führten schwungvolle Tänze auf. Nachfolgend zur Erinnerung die Begrüßungsrede von Herrn Lenz, eine Powerpointpräsentation, die Frau Morawska-Wasielak für diesen Tag zusammengestellt hatte, und eine Fotogalerie:

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Schülerinnen und Schüler!
Mit großer Freude schauen wir heute auf 10 Jahre deutsch-polnische Schülerbegegnung zurück, die 2002 auf Vermittlung einer Mutter zwischen unserer Schule und der Jan-Pawel-II.-Schule in Ociaz entstanden ist. Schnell entstand eine freundschaftliche Beziehung zwischen der Schulleiterin Katarzyna Kazmierczak und unserer früheren Schulleiterin Frau Stepczynski, der Deutsch-Lehrerin Anita Morawska-Wasielak und unseren Kolleginnen Ursula Schweers-Merfort und Ricarda Bielsky. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön für Ihr Engagement in all den Jahren!

Jedes Jahr besuchen im Frühjahr polnische Schüler zuerst unsere Stadt Berlin und wohnen bei Familien der St.-Alfons-Schule, denen auch an dieser Stelle ganz herzlich für ihre Gastfreundschaft zu danken ist. Im Mai zeigen die polnischen Gäste dann unseren Schülern ihre schöne Heimat und verbringen eine gemeinsame Woche mit ihnen.

Besonders freut es mich, liebe Frau Kazmierczak, dass Ihre Schule den Namen des seligen Papstes Johannes Paul II. trägt. Schon drei Wochen nach dem Fall der Berliner Mauer hatte kein Geringerer als Michael Gorbatschow zu dem Papst aus Ihrem Heimatland gesagt: "Ohne Sie, Heiliger Vater, wäre die Berliner Mauer nicht gefallen." Der Papst wies dieses Lob zurück und entgegnete: "Es war nicht ich, es war die Hand Gottes, die die Berliner Mauer eingerissen hat."

Wir wissen heute, dass es ohne unsere polnischen Nachbarn, die Solidarnosz und Johannes Paul II. die Deutsche Einheit am 3. Oktober 1990 wohl nicht gegeben hätte. Dafür sind wir Ihnen zutiefst dankbar, besonders da Ihr Volk unter den deutschen Verbrechen des vergangenen Jahrhunderts so ungeheuer zu leiden hatte.

Unsere beiden Schulen haben in den letzten 10 Jahren Netze der Freundschaft miteinander geknüpft. Wo Menschen sich persönlich kennenlernen, da wächst gegenseitige Wertschätzung, da schmelzen Vorurteile wie das Eis in der Sonne und aus Nachbarn werden Freunde. Ich wünsche mir, dass wir auch in Zukunft Netze zueinander knüpfen und genügend Menschen finden, die dieses Projekt unterstützen und mittragen.

Gerhard Lenz

Einige Bilder der Feierlichkeiten

Anmeldung | Beratung | Bildungsspender | Förderverein | Kontakt | Impressum | Termine